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Riesengewinn-Versprechen: Mit welchen
Angeboten die dubiosen Vermittler auf Kundenfang gehen
Warentermingeschäfte: Termingeschäfte sind Wetten auf Aktienkurse und sich
ändernde Preise von Weizen, Kupfer oder Schweinebäuchen im Welthandel. Möglich
sind Gewinne von 100 Prozent und mehr innerhalb weniger Wochen. Wahrscheinlicher
aber ist die Kehrseite: Die Wette geht nicht auf, das Geld ist “verspielt”. Oft
handelt es sich zudem um betrügerische Geschäfte, bei denen das Geld gar nicht
erst angelegt wird, sondern gleich auf dem Konto des Betrügers landet oder wegen
völlig überzogener Gebühren langsam, aber sicher dahinschmilzt.
Stille Beteiligungen: Unternehmensbeteiligungen werden in der Regel als
Sparpläne angeboten. Die Anleger zahlen über mehrere Jahre monatlich einen
gleichbleibenden Betrag (meist 100 bis 200 Mark) und erwerben damit Anteile an
einer GmbH, einer Genossenschaft oder einer Aktiengesellschaft, die meist nicht
an der Börse gehandelt wird. Bei diesen Beteiligungen haben die Anleger keinen
Einfluß auf die Verwendung der Mittel. Sie werden außerdem so gut wie nie über
die Risiken aufgeklärt. Im Falle eines wirtschaftlichen Mißerfolgs des
Unternehmens droht der Totalverlust des eingesetzten Geldes.
Nigeria-Connection: Vorwiegend Geschäftsleute werden bei diesen sogenannten
Vorkassegeschäften von Firmen aus Nigeria, aber auch Ghana, Togo und neuerdings
auch Großbritanien überredet, an einem Scheingeschäft mitzuwirken, um
Exportsubventionen zu kassieren. Das ist zwar illegal, kann aber äußerst
lukrativ sein. Dem Teilnehmer winken Provisionen von bis zu 30 Prozent. Doch
zuvor muß er eine Kaution oder ein Bestechungsgeld für eingeweihte Staatsdiener
zahlen. Ist das Geld überwiesen, reißt der Kontakt zum Vermittler plötzlich ab.
Diamanten: Sicher und profitabel sei die angeblich härteste Währung der Welt -
so werben die windigen Verkäufer für Diamanten. Doch der Kunde wird am Ende
doppelt abkassiert: Der Kaufpreis ist deutlich überhöht. Wenn der Kunde
schließlich wieder verkaufen will, muß er feststellen, daß er die edlen Steine
bei einem seriösen Händler nur mit einem Abschlag von 30 bis 50 Prozent auf den
Großhandelspreis wieder los wird. Völlig wertlos sind die beim Kauf oft
gewährten Rücknahmegarantien. Entweder ist das Unternehmen längst aufgelöst oder
die Garantie wird wegen der angeblich beschädigten Originalverpackung (die
Steine sind in Folie verschweißt) nicht gewährt.
Immobilien: Klingt verlockend: Eine vermietete Eigentumswohnung ohne
Eigenkapital kaufen und obendrein auch noch Bares kassieren - in der Regel zehn
Prozent des Kaufpreises. Doch diese Ausschüttung an sich selbst zahlt der Käufer
über einen völlig überteuerten Kaufpreis gleich mit - und obendrein eine üppige
Provision für den Vermittler. Wenn später die Steuerabschreibungsmöglichkeiten
wegfallen, wird die weitere Finanzierung oft zum Problem. Die laufenden
Mieteinnahmen decken nicht mehr die monatlich fälligen Raten für Kreditzinsen
und Tilgung.
Bankgarantien: Bei Geschäften mit Bankgarantien werden Renditen bis zu 150
Prozent im Jahr versprochen. Die Trickbetrüger machen sich das weitverbreitete
Vorurteil zunutze, die großen Gewinne machen die Banken untereinander. Sie gehen
vor, daß sie ebenfalls Zugang zu diesen Finanzgeschäften der Banken hätten,
vorausgesetzt, sie können Millionenbeträge einsetzen. Die Anleger müssen also
ihr Geld zunächst in einen Sammeltopf einzahlen. Abgesichert sei der Einsatz
über besagte Bankgarantien. Doch solche Garantien gibt es in Wahrheit gar nicht.
Das Kapital landet meist sonst wo - nur nicht bei seriösen Banken.